Genau das gleiche schwante mir auch schon, weshalb ich den Master nicht mehr machen will.
Super dass nicht nur ich die Uni so erlebe
Die große Frage ist aber: ist es Sinn&Zweck der Uni, uns auf den Umgang mit Menschen vorzubereiten? Ebenfalls kann niemand, erst recht nicht die Uni, dabei helfen, sich selbst kennenzulernen und zu finden. Die große Frage, worum es denn im Leben geht, kann man auch nicht allgemeingültig beantworten (und um ehrlich zu sein: sollte sie auch nicht).
Im Großen und Ganzen stimme ich seinem ersten Absatz zu aber manches ist einfach unsere Aufgabe und nicht die einer Uni oder anderen dritten Person.
Ich denke der gute Mann hat sein Studium mit leicht falschen Vorstellungen begonnen: man kriegt eine gewisse Menge Wissen durch Vorlesungen eingeflößt, Zusammenhänge und Beziehungen muss man selbst herstellen. Philosophische Tipps, Lebensweisheiten und persönliche psychologische Pflege gibt es nicht. Die Uni ist dazu da, methodisches Wissen auf Universitätsniveau zu erlangen. Für alles andere gibt es ... naja ... alles andere.
Seine Aufzählungen zum Scheitern, so leid es mir tut, sind nicht der Verdienst der Uni. Das sind seine ureigenen Schwächen (die ich mit unterschiedlicher Intensität auch teile) und die auszumerzen kann ihm niemand abnehmen. Er hat sie ja wunderbar erkannt, nun sollte er sie auch angehen - aber nicht indem er der Uni die Schuld in die Schuhe schiebt.